Neuerscheinungen

Katalog Nr. 78 (2017) Adolphe Giraldon (1855 - 1933). Un artiste du livre

 

Hrsg. von Heribert Tenschert, Text von Eric Busser.

Reich illustrierter Katalog der größten Sammlung zum Art Nouveau-Künstler Adolphe Giraldon, die hunderte von Zeichnungen und Skizzen, aber auch Ölgemälde und Bucheinbände (zu denen Giraldon die Entwürfe geliefert hat) enthält.

 

323 S., ca. 200 farbige Abbildungen auf Tafeln und im Text, Folio, fester Illustrierter Pappband.

Sprache: Französisch

 

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Das Genie der Zeichung. Ein unbekanntes Manuskript mit 30 großen Darstellungen von einem der Brüder Limburg - wohl im Auftrag des Herzogs von Berry für Louis d'Orléans & Valentina Visconti

 

In 2013, a heretofore undescribed Parisian book of hours surfaced: it is closely connected with the Valois court of France and the Limbourg brothers from Nijmegen who worked first for the Philip the Bold of Burgundy and then illuminated the Belles Heures in New York and the Très Riches Heures in Chantilly for Jean de Berry and may have been the best Western painters working in the first two decades of the 15th century. The unfinished manuscript contains thirty pages with images left in the state of drawings. In part, they are so splendidly executed as if they were intended to remain uncoloured. The best and most fitting explanation – meticulously elaborated in the text of our monograph “The Genius of Drawing” – for this unfinished state as well as the incredible quality of the pictures is that the book was a commission on behalf of the Duke Jean de Berry destined for a present to his nephew Louis d’Orléans and his wife Valentina Visconti: Louis was killed in November 1407, Valentina died a year after in December 1408.

 

As masterpieces of the International Gothic around 1400 they shed light on the genius of drawing in a time of the greatest change in art between the Middle Ages and the first attempts toward the Renaissance. They are early witnesses of the fascination Northern artists had with the new discovery of nature in Italian art in the generation just before 1400, and they belong to the very best works which paved the way to the revolutionary development of the Netherlandish primitives from the 1420s onwards who were to astound the Western world with a new liveliness of figures in panoramas of landscape and architecture.

 

The manuscript’s sensational features are the quality of the drawings, the invention of images, and the power of representation. As a masterpiece by one of the three Limbourg brothers this heretofore completely unknown book of hours enriches in an unexpected way our knowledge of the art of the Limbourg brothers in those years when, in several campaigns between 1404 and 1408, they illuminated the Belles Heures. The Limbourg of Saint Jerome responsible for this project was not forced to contend with borders prepared against his intentions. The small format inspired his astonishing virtuosity. The interpretation proposed here, that the manuscript was planned by Jean de Berry to be a present for his nephew Louis d’Orléans and after his assassination in 1407 was still destined for Louis’ widow Valentina Visconti, unterlines the historical importance of the manuscript.

 

Above all we may surmise concerning the artist, the patron, and those for whom this manuscript may have been created, the mere existence of this grand book of hours is a triumph of the art of drawing. Its miraculous survival and reappearance has an enormous impact on art history as told today, as it rewrites the story of the Limbourgs, the most famous painters of medieval miniatures.

 

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Vom Psalter zum Stundenbuch. Zwei bedeutende Handschriften aus dem 14. Jahrhundert. Mit einem Versuch über das Phänomen Jacquemart de Hesdin.

Zwei außergewöhnliche Handschriften stehen im Zentrum dieses Katalogs: der unerhört reich ausgestattete Psalter der Isabelle de Lens, der gegen 1310/15 in Nordfrankreich, wohl in Arras entstanden ist und von Pierre de Raimbaucourt und dem Meister der Mort Artu in Manchester auf über 140 Zierseiten veredelt wurde, und das Stundenbuch des Pierre Poictevin, das gegen 1390 in Paris oder Bourges von den Malern des Herzogs von Berry ausgestattet wurde. Jacquemart de Hesdin, der Pseudo-Jacquemart und deren Werkstatt haben an diesem einzigartigen Manuskript gearbeitet, das nicht nur zeitgleich mit der Vollendung der Petites Heures des Herzogs von Berry entstanden ist, sondern auch spannende Elemente der frühen Form des Stundenbuchs beinhaltet. 

 

Zwischen der frühesten Form des Gebetbuchs, dem Psalter, und einem herausragenden Beispiel des Bestsellers des Spätmittelalters, dem Stundenbuch, ist die Erschließung beider Handschriften in eine Analyse des Weges vom Psalter zum Stundenbuch im 14. Jahrhundert gebettet. 

 

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Horae B.M.V. 365 Stundenbücher aus der Sammlung Bibermühle. 1487-1586

Unser neuer Katalog 75 in sechs Bänden IV-IX beschreibt 217 Exemplare der größten Sammlung französischer Stundenbuchdrucke, die zwischen 1487 und 1586 entstanden sind. Er ist die Fortsetzung des bereits 2003 erschienenen dreibändigen Katalog 50, der die ersten 158 Exemplare der Sammlung Bibermühle vorgestellt hat.

 

Auf ca. 3.100 Seiten mit etwa 1.750 Farbtafeln werden die Exemplare ausführlich beschrieben und bibliographisch erschlossen. In Band IX sind alle 50 zwischen  1487 und 1586 verwendeten Hauptbildfolgen, die sich in den Exemplaren der Sammlung nachweisen lassen, in chronologischer Reihenfolge und in Originalgröße abgebildet. Hinzu komme 180 Reproduktionen der bedeutendsten Einbände des 15. und 16. Jahrhunderts.

 

Indizes und Konkordanzen zu den einschlägigen Bibliographien sowie eine neue Chronologie aller verzeichneten Stundenbücher machen den Katalog zum entscheidenden Referenzwerk für die Gattung des gedruckten Stundenbuchs.


Ein Referenzwerk für Bibliotheken, Wissenschaftler, Sammler und Antiquare

 

Profitieren Sie jetzt von unserem Angebot für alle 9 Bände (Katalog 50 + 75).



Ein unbekanntes Meisterwerk. Das Brevier des Dichters Octovien de Saint-Gelais. Versuch über das Phänomen Jean Pichore in Paris 1490-1520. Dabei ein Stundenbuch aus seiner Produktion mit 112 Miniaturen

Octovien de Saint-Gelais war ein erstaunlicher Mann der Renaissance mit einer ebenso bemerkenswerten, wenn auch kurzen Karriere. Geboren in Cognac, war er Dichter und Übersetzer am Hof des französischen Königs Karl VIII. in Amboise. Einem rigorosen Lebenswandel folgend wurde er jung zum Kleriker und vom  König als Bischof von Angoulême eingesetzt.

 

Das bisher unbekannte und reich ausgestattete Brevier des Octovien de Saint-Gelais wird in dieser großzügig bebilderten Monographie umfassend beschrieben; es wurde wohl anlässlich seiner Ernennung zum Bischof von Angoulême im Jahre 1494 in Paris angefertigt und gilt nun als das früheste bekannte Werk aus der Werkstatt Jean Pichores, des führenden Pariser Buchmalers im frühen 16. Jahrhundert. Mit zahlreichen großformatigen Miniaturen und unzähligen prächtigen Bordüren ist es ein Meisterwerk dieser lebendigen Schule, das durch die herausragende historische Verbindung mit dem jugendlichen Bischof von Angoulême, der bereits 1502 verstarb, zu einem frühen Hauptwerk der Pichore-Werkstatt wird.

 

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